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Isshin Ken Yū Kai
Kendo in Troisdorf-Spich

Über uns

Die Kendō-Gruppe des 1. FC Spich 1911 e.V. ist vergleichsweise jung. Der Trainingsbetrieb wurde im Oktober 2012 aufgenommen. Wir gehören zur Vereinsabteilung Turnen und Volleyball, Bereich Kampfsport.

Die Gruppe führt den japanischen Namen 一心剣友会 (gesprochen: Isshin Ken Yū Kai), Ein-Herz-Kendō-Gemeinschaft. Namensstifter war Hiroshi Kozaki, 7. Dan Kendō, unser geachteter Lehrer (Sensei) und unser Vorbild. Der Name bringt unseren Wunsch und unsere Verpflichtung zum Ausdruck, nicht egoistisch zu trainieren, sondern in einer starken Gemeinschaft mit viel Spaß die Geheimnisse von Kendō zu ergründen. Trainiert wird die Gruppe von Joachim Mehldau.

Derzeit (Stand 06/2016) hat die Kendō-Gruppe gut 20 Mitglieder, mit einem Mädchen- und Frauenanteil von nahezu 50 %. Unser Altersspektrum reicht von 6 bis 50+ Jahren. Wir sind Mitglied im NWKV und pflegen Kontakte zu verschiedenen anderen Kendō-Gruppen in NRW und ganz Deutschland.

Der 1. FC Spich 1911 e.V. ist ein großer Breitensportverein in Troisdorf-Spich zwischen Köln und Bonn im Rhein-Sieg-Kreis mit 2300 Mitgliedern und einer Vielzahl von Sportangeboten für jung und alt. Zur Homepage des Hauptvereins geht es hier.

Kendō [kendoː] (jap. 剣道) bedeutet „Weg des Schwertes“ ("ken" Schwert und "dō" Weg oder Weise) ist die moderne Form der Fechtkampfkunst der Samurai im alten Japan. Im Gegensatz zum modernen olympischen Fechten steht bei Kendō nicht ausschließlich die sportliche Betätigung im Vordergrund. Mindestens gleichrangig ist das Streben nach Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit. Kendō-Zweikämpfe sind sehr dynamisch; gleichzeitig definiert sich Kendo nicht als Selbstverteidigungssportart.

Wie bei allen anderen Kampfkünsten kann man auch bei Kendō Kyu- und Dan-Graduierungen durch Ablegen einer Prüfung erwerben. Die Graduierungen dienen in erster Linie einer persönlichen Standortbestimmung. Die bei Kendō getragene Bekleidung und Rüstung lässt die Gradierung allerdings nicht erkennen.

Statt eines Samurai-Schwertes kommt bei Kendō eine Art Fechtstock aus Bambus ("shinai") zum Einsatz. Im Kampf wird auf fest definierte und entsprechend geschützte Trefferflächen des Gegners geschlagen. Allerdings ist es bei Kendō nicht ausreichend, dass eine der Flächen des Gegners mit dem eigenen Bambusschwert berührt wird. Vielmehr muss der Angriff mit Kampfschrei ("kiai") und einem speziellen Stampfschritt ("fumikomiashi") entschlossen (mit "zanshin") erfolgen.

Unser Training

Wir trainieren mittwochs von 20:00Uhr bis 21:30 Uhr, sowie donnerstags von 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Achtung: Das Training findet nur während der Schulzeit statt; kein Training in den Ferien und an Feiertagen!

Trainiert wird in der "Alten Turnhalle" der Gemeinschaftsgrundschule Troisdorf-Spich, Asselbachstr. 40 .

Eine Probetraining ist jederzeit möglich, jedoch bitten wir um telefonische Voranmeldung unter +49 (0)170 2315043.

Die Kleidung

Hakama ist das Unterteil der Kendo-Uniform, eine Art Hosenrock, der viel Beinfreiheit bietet und von der Taille bis zu den Füßen reicht.

Gi ist die Jacke der Uniform. Sie wird mit zwei Schleifen an der Brust gebunden und hat kurze Ärmel, um beim Umgang mit dem Sportgerät nicht zu stören.

Sowohl Hakama als auch Gi sind meist in dunkelblau gehalten. Traditionell ist die Uniform indigo-gefärbt. Seltener sind weiße Kendo-Uniformen. Andere Farben sind nicht üblich.

Kendo wird barfüßig ausgeführt.

Die Trainingswaffen

Shinai: ein Schwert aus vier Bambusstreben, die am Griff (Tsukagawa) und durch eine Lederkappe an der Spitze (Sakigawa) zusammengehalten werden. Für eine optimale Festigkeit ist im oberen Drittel ein weiteres Lederband (Nakayui) angebracht. Shinai für Kinder und Jugendliche sind etwas kürzer und leichter als die von Erwachsenen.

Es gibt auch Shinai aus Carbon. Diese sind langlebiger und flexibler, kosten aber wesentlich mehr und sind wegen Ihrer unangenehmeren Trefferwirkung eher unbeliebt.

In der Kendo-Kata (kontaktlose Schwertkampfübungen) kommt ein sogenanntes Bokuto, auch Bokken genannt, zum Einsatz. Dieses Holzschwert gibt es als Langschwert (Daito) und Kurzschwert (Shoto).

Die Rüstung

Die komplette Rüstung heißt auf Japanisch Bogu. Die vier Teile der Bogu schützen die vier Trefferzonen beim Kendo: Kopf, Kehle, Handgelenke sowie die Seiten des Oberkörpers.

Men: eine Art Helm, der auch Schultern und Kehle des Kämpfers schützt. Das Gesicht ist durch ein Gitter geschützt.

Kote: lange, dick geposterte Handschuhe zum Schutz der Hände, Handgelenke und Unterarme.

Do: ein Brustpanzer, der den Rumpf vor Treffern schützt, oft mit aufwendigen Verzierungen versehen.

Tare: der Lendenschutz, der Hüften, Unterleib und die Oberschenkel vor harten Treffern schützt. Er besteht aus fünf Lappen, die eine größtmögliche Bewegungsfreiheit gewährleisten sollen. Auf der Tare steht üblicherweise der Name des Kendoka.